Hansetage in Lübeck

Ein grandioses Ereignis waren für alle Teilnehmer die internationalen Hansetage im Lübeck 2014, die vom 22. bis zum 25. Mai stattfanden. Zusammen mit weiteren Brettener Gruppen waren wir der Einladung des „Hansevolks zu Lübeck“ gefolgt und mit einer Menge Gerät nach Lübeck gereist. Unser historisches Lager zwischen Mühlenteich und altem Dom wimmelte auch schnell von Menschen. Das Hansevolk hatte erstmals ein großes historisches Event auf die Beine gestellt, das sehr gut zur geschichtlichen Thematik passte. Die Aktiven aus Bretten stellten angeworbene Söldner der Stadt Lübeck dar, um die Stadt gegen feindliche Angriffe zu verteidigen. Darum wurde dann am Samstagmorgen, bei strahlendem Sonnenschein eine Seeschlacht mit drei historischen Koggen und einer Kraweel (das ist ein größeres Schiffsmodell) inszeniert. Alle Kostüm-/ Gewandträger wurden auf die Schiffe verteilt und boten mit ihren Fahnen und historischen Trachten ein buntes Bild. Richtig aktiv bei der Schlacht wurden dann aber doch nur die Handschützen und Kanoniere, denn sobald die Schiffe in Position waren, wurde gefeuert, was die Rohre hergaben.

Alle Teilnehmer am historischen Programm, über 200 Personen, wurden gemeinsam von den Brettener Gästen mit sieben eigenständigen Küchen versorgt. Alle Lebensmittel wurden vor Ort frisch angeliefert mit Rehgulasch am ersten und Rehkeule an zweiten „Kochtag“. Dabei war es echt erstaunlich was daraus in den verschiedenen Küchen gezaubert wurde. Wir dürfen mit Recht sagen, dass unsere Essensgäste insgesamt von den süddeutschen Kochkünsten begeistert waren.

Dazwischen gab es natürlich immer wieder auch kleinere Umzüge durch die Stadt und Waffenübungen, die von einem sehr interessierten Publikum aufmerksam begleitet wurden.

Da im historischen Lager auch der Getränkeausschank für alle Teilnehmer organisiert wurde, waren wir quasi mitten im Geschehen und einige unserer Aktiven nutzen die Begegnung mit anderen Gruppen zum intensiven Austausch bis in die frühen Morgenstunden, woraus neue Kontakte und Reisepläne entstanden. Was mit der offiziellen Eröffnungsrede des Bundespräsidenten am Donnerstagabend begann, endete am Sonntagabend mit einer großen Parade durch die Stadt und einer Abschlussveranstaltung vor dem Holstentor. Danach konnten wir unser Lager abbauen alles für die Rückfahrt vorbereiten.

 
Burg Stettenfels 2014

Das verlängerte 1. Mai-Wochenende war ein echter Saisonauftakt. Es gab von allem etwas: Aktion, gute Stimmung, Regen, Sturm, Sonne, Kälte und zum Schluss am Sonntagabend waren die Zelte relativ trocken, so dass wir gut abbauen und aufräumen konnten.

Die Veranstalter hatten den Bauernkrieg als Thema gewählt und dazu verschiedene Szenen entwickelt und passende Gruppen eingeladen. Das war auch der Grund, warum die Schneeballen zusammen mit den Brettener Landsknechten wieder einmal geladen waren. Zu diesem Thema passen wir einfach und wer das „Bundesheer“ darstellen soll, also die Truppen des Georg Truchseß von Waldburg, braucht eine kampferprobte Truppe.

Es war ein schönes, langes Wochenende und aufgrund der Nähe gab es auch einige „Heimschläfer“. Wie schon bei vorhergehenden Ausfahrten hat die Zusammenarbeit mit den Landsknechten hervorragend geklappt. Inzwischen sind wir ein eingespieltes Team.

 

Calliano – Castell Beseno 2013

Unter dem Titiel: All’armi, all’armi (Zu den Waffen, zu den Waffen), organisiert die Kulturbehörde der autonomen Region Trient alljährlich auf Castel Beseno eine Veranstaltung mit besonderem Flair. Die hoch über dem Etsch-Tal gelegene Burg ist Treffpunkt militärischer Gruppen aus ganz Europa. Als Anlass für das Treffen dient die Schlacht von Calliano, dem Ort, der am Fuße der Burg liegt.

Am 10. August 1487 griffen die Tiroler Truppen unter dem elsässischen Landsknechtsführer Friedrich Kappler bei Calliano das venezianische Heer an, das gerade über eine Bootsbrücke die Etsch überschritt. Der Führer des venezianischen Heeres, Roberto da San Severino, ertrank im Fluss.

Diese Schlacht stellt einen Epochenwechsel in der Kriegführung dar. Erstmals kämpften Landsknechte gegen die schwergerüstete Kavallerie der Feudaltruppen und siegten.

Schon seit Jahren fahren immer wieder Aktive der Schneeballen gemeinsam mit den Brettener Landsknechen Anfang August auf Castel Beseno um diese einzigartige Atmosphäre des Lagers im Burggelände in toller Landschaft und die Begegnung mit vielen alten Bekannten zu genießen.

Hardenburg-2013

Hardenburg, Bad Dürkheim

Der Landsknechtstross der Historische Gruppe „Fünf Schneeballen“ Flehingen-Sickingen und die Landsknechtsgruppe Bretten 1504 waren am 20. und 21. Juli auf Einladung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz auf der  Hardenburg bei Bad Dürkheim. Bereits am Freitagnachmittag wurde das Material zur Burg gefahren und mit dem Aufbau des großen Lagers begonnen. Die weiträumige Schoss- und Festungsanlage bot für unsere gemeinsamen Darbietungen eine wunderschöne Kulisse, die zusätzlich durch ein „Fahnenmeer“ und unsere bunten Zelte bereichert wurde. ‚Der Burghof hatte ausreichend Platz für die Waffenübungen der Landsknechte, die Schänke und den „Wellnessbereich“ mit Badehaus, Massagezelt und Würzweinverkostung. Im alten Marstall wurde für die Gäste Bogenschießen geboten und in einer anderen Ecke konnte sich jeder mit der Wurfaxt versuchen. Infotafeln informierten über die Organisation der Landsknechtsheere und ihre Bewaffnung.

Höhepunkt waren am Samstag und am Sonntag der Angriff auf die Burg, der mit dem Beschuss vom gegenüberliegenden ehemaligen Turnierplatz aus eröffnet wurde und dem der Angriff der Landsknechte an verschiedenen Stellen der Burg folgte. Untermalt wurden die Attacken von Kanonendonner und dem Abschuss der Luntenschlossgewehre und Handrohre der Burverteidiger, die immer wieder die Stellung wechseln mussten um auf die Angriffsschwerpunkte zu reagieren. Den Abschluss bildete ein Scharmützel im Burghof, in das dann auch noch die Marketenderinnen, die Küchenmägde und der Schankwirt eingriffen. Dabei hatten nicht nur alle Beteiligten ihren Spaß, sondern den Besuchern wurde ein atemberaubendes Spektakel vor grandioser Kulisse geboten.

Über 70 Mitwirkende wollen auch versorgt sein. Dazu hatten wir in einem der Ecktürme die Küche eingerichtet, die den ganzen Tag über zu tun hatte um die Versorgung sicherzustellen.

Bei diesem Wochenende hat sich wieder einmal gezeigt, wie gut sich beide Gruppen ergänzen und wie fruchtbar die Zusammenarbeit sein kann.