Renaissancefest um die Medici-Villa in Poggio a Caiano, 13. – 15. Sept. 2013

Zu einer Veranstaltung mit besonderem Flair waren die Schneeballen in die Toskana eingeladen. Im Städtchen Poggio a Caiano, vor den Toren von Florenz, wird an die Hochzeitsfeierlichkeiten von Francesco I de’Medici mit der österreichischen Prinzessin Johanna erinnert, die im Jahre 1565 stattfand. Der stattliche Landsitz der Medici stand damals für einige Wochen im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens von Florenz.

Die Villa, heute Weltkulturerbe, bietet auch den Rahmen für das Fest, das sich über den Hof und die Gärten der Anlage und die umliegenden Gassen erstreckt.

Mit von der Partie waren Aktive der Landsknechte Bretten, mit denen wir schon seit einigen Jahren bei Veranstaltungen zusammenarbeiten. Von unseren italienischen Freunden war die Gruppe „Cinquedea“ mit dabei, die auch das komplette Lager bereitstellte. Verpflegt wurden wir mit vorzüglicher italienischer Küche bei den Ständen der einzelnen Vereine, die das Fest mitgestalteten.

 

Calliano – Castell Beseno 2013

Unter dem Titiel: All’armi, all’armi (Zu den Waffen, zu den Waffen), organisiert die Kulturbehörde der autonomen Region Trient alljährlich auf Castel Beseno eine Veranstaltung mit besonderem Flair. Die hoch über dem Etsch-Tal gelegene Burg ist Treffpunkt militärischer Gruppen aus ganz Europa. Als Anlass für das Treffen dient die Schlacht von Calliano, dem Ort, der am Fuße der Burg liegt.

Am 10. August 1487 griffen die Tiroler Truppen unter dem elsässischen Landsknechtsführer Friedrich Kappler bei Calliano das venezianische Heer an, das gerade über eine Bootsbrücke die Etsch überschritt. Der Führer des venezianischen Heeres, Roberto da San Severino, ertrank im Fluss.

Diese Schlacht stellt einen Epochenwechsel in der Kriegführung dar. Erstmals kämpften Landsknechte gegen die schwergerüstete Kavallerie der Feudaltruppen und siegten.

Schon seit Jahren fahren immer wieder Aktive der Schneeballen gemeinsam mit den Brettener Landsknechen Anfang August auf Castel Beseno um diese einzigartige Atmosphäre des Lagers im Burggelände in toller Landschaft und die Begegnung mit vielen alten Bekannten zu genießen.

Hardenburg-2013

Hardenburg, Bad Dürkheim

Der Landsknechtstross der Historische Gruppe „Fünf Schneeballen“ Flehingen-Sickingen und die Landsknechtsgruppe Bretten 1504 waren am 20. und 21. Juli auf Einladung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz auf der  Hardenburg bei Bad Dürkheim. Bereits am Freitagnachmittag wurde das Material zur Burg gefahren und mit dem Aufbau des großen Lagers begonnen. Die weiträumige Schoss- und Festungsanlage bot für unsere gemeinsamen Darbietungen eine wunderschöne Kulisse, die zusätzlich durch ein „Fahnenmeer“ und unsere bunten Zelte bereichert wurde. ‚Der Burghof hatte ausreichend Platz für die Waffenübungen der Landsknechte, die Schänke und den „Wellnessbereich“ mit Badehaus, Massagezelt und Würzweinverkostung. Im alten Marstall wurde für die Gäste Bogenschießen geboten und in einer anderen Ecke konnte sich jeder mit der Wurfaxt versuchen. Infotafeln informierten über die Organisation der Landsknechtsheere und ihre Bewaffnung.

Höhepunkt waren am Samstag und am Sonntag der Angriff auf die Burg, der mit dem Beschuss vom gegenüberliegenden ehemaligen Turnierplatz aus eröffnet wurde und dem der Angriff der Landsknechte an verschiedenen Stellen der Burg folgte. Untermalt wurden die Attacken von Kanonendonner und dem Abschuss der Luntenschlossgewehre und Handrohre der Burverteidiger, die immer wieder die Stellung wechseln mussten um auf die Angriffsschwerpunkte zu reagieren. Den Abschluss bildete ein Scharmützel im Burghof, in das dann auch noch die Marketenderinnen, die Küchenmägde und der Schankwirt eingriffen. Dabei hatten nicht nur alle Beteiligten ihren Spaß, sondern den Besuchern wurde ein atemberaubendes Spektakel vor grandioser Kulisse geboten.

Über 70 Mitwirkende wollen auch versorgt sein. Dazu hatten wir in einem der Ecktürme die Küche eingerichtet, die den ganzen Tag über zu tun hatte um die Versorgung sicherzustellen.

Bei diesem Wochenende hat sich wieder einmal gezeigt, wie gut sich beide Gruppen ergänzen und wie fruchtbar die Zusammenarbeit sein kann.