"Zum Grünen Kakadu"

 

 

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Kalendergirls

Die Badischen Neuesten Nachrichten berichteten:

Badische Neueste Nachrichten | Brettener Nachrichten | BRETTEN | 17.11.2015


Freundinnen auf Spendentour für Sofa
Theatergruppe der „Fünf Schneeballen“ spielte Stück „Kalendergirls“ in ausverkaufter Eugen-Gültlinger-Halle

Oberderdingen (pos). Was ist wichtiger: Erfolg oder Freundschaft? Für die „Kalendergirls“ ist es schließlich die Freundschaft, die über allem steht. Die Theatergruppe der Historischen Gruppe „Fünf Schneeballen“ Flehingen-Sickingen lud am Samstagabend in die Oberderdinger Eugen-Gültlinger-Halle ein und spielte vor ausverkauftem Haus.

Die Handlung des aus der Feder von Tim Firth stammenden Stücks „Kalendergirls“ ist schnell erzählt. Es geht um Freundinnen, denen die Aktivitäten ihres Frauenclubs in Yorkshire grundsätzlich zu langweilig sind. Aktionen wie der Verkauf von Kalendern mit Ortsmotiven oder Vorträge über Gemüse locken niemanden hinter dem Ofen hervor.

Als der Ehemann einer der Frauen stirbt, wollen sie der Klinik, in der er behandelt wurde, ein „John-Clarke-Gedächtnissofa“ spenden. Zur Realisierung benötigen sie Geld, das sie letztlich durch eine unkonventionelle Aktion sammeln.

So viel sei schon mal verraten: es ging nicht darum, sich mit Pflaumenmus beschmiert und einem gestrickten Teewärmer auf dem Kopf nackt auf einen Marktplatz zu stellen. Diese Idee wurde von den Girls dann doch nicht umgesetzt.

Nach der gelungenen Premiere, für die es viel Applaus gab, zeigte sich Regisseur Gabriel Blankenhorn sehr zufrieden mit den Akteuren, Carolin Bliklen, Sandra Schütz, Sabine Obhof, Alma Bublat, Sabine Steiner, Inge Bliklen, Yasmin Kaulbach, Linda Obhof, Martin Waldhauer, Theresa Obhof, Jürgen Kaulbach, Alexander Obhof, Nele Domokos, Michael Blankenhorn und Christoph Till. Die Amateur-Theaterspieler überraschten das Publikum mit allerlei schauspielerischen Glanzleistungen wie eingefrorenen Szenen, bei denen sich urplötzlich für einige Sekunden niemand mehr auf der Bühne bewegte.

Tolle Gesangssoli von Carolin Bliklen sorgten immer wieder für Gänsehaut. „Die Akteure haben super gespielt. Es war lustig, unterhaltsam und hatte Tiefgang“, war Gabriele Fritz aus Flehingen nicht die einzige aus dem Publikum, die sich bestens unterhalten fühlte. Nicht nur von ihr bekam das Stück daher das Prädikat „absolut sehenswert“.

 

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Mausefalle 2014

Badische Neueste Nachrichten | Brettener Nachrichten | BRETTEN | berichteten am  17.11.2014

Trocken im Humor, schwarz im Abgang
Fünf Schneeballen feiern Premiere der Mausefalle
Der Mörder ist immer der Butler – aber Moment! Den gibt es ja gar nicht. Dann vielleicht der steife Major? Die italienische Diva, die im Ein-Finger-System auf dem Klavier herumklimpert? Oder doch die junge Pensions-Besitzerin, die ihren Gästen Konservenfutter serviert?
Die Amateurtheatergruppe „Fünf Schneeballen“ entführt ihre Zuschauer ins eingeschneite Monkswell Manor – besser gesagt befinden wir uns in der Eugen-Gültlinger-Halle in Oberderdingen. Es ist Samstagabend: Premiere der mittlerweile 51. Inszenierung der historischen Gruppe aus Flehingen. Auf dem Programm: „Die Mausefalle“ von Agatha Christie.
„Solche Stücke haben wir uns mittlerweile zum Leitfaden gemacht: Bekannte Autoren, von deren Werken man gehört hat“, so das Geheimrezept der Regisseurin Sabine Obhof.
Uraufgeführt vor 60 Jahren im Londoner West End, hält Christies Meisterwerk mittlerweile den Guinness-Rekord für das längste laufende Theaterstück der Welt. Ein Dauerbrenner, den es übrigens nur gibt, weil sich Queen Mary zu ihrem 80. Geburtstag ein Hörstück von Christie gewünscht hatte.
Britischer geht es also kaum: „Die Mausefalle“ ist ein spritziges Kammerstück – trocken im Humor, schwarz im Abgang: Acht Charaktere, abgeschottet in einem Landhaus. Unter ihnen ein Mörder. Sobald sich der Ermittler auf Skiern durch den Schnee gekämpft hat, ist die Jagdsaison eröffnet. Die Paranoia steigt – ein Tête-à-Tête wird zum lebensgefährlichen Unterfangen. „Wir haben absichtlich den Kontakt zum Publikum vermieden. Das verstärkt die beklemmende Atmosphäre“, erklärt Obhof. Glaubwürdigkeit sei dabei das Wichtigste. Und die kauft man der bunten Gruppe (Altersspanne 27 bis 58) auch ab. Ein turbulentes Jahr liegt hinter ihnen: Im Frühjahr auf Schnäppchenjagd im Kostümfundus anderer Theater, im Juli auf Probenwochenende bei Regisseur Thomas Schiffmacher und im Sommer im Lanzknecht-Gewand auf diversen Mittelaltermärkten.
Noch turbulenter ging es am Vorabend zu: Unter den Hämmern fleißiger Helfershände erwachte bis Mitternacht das Bühnenbild zum Leben. Erst am Morgen vor der Premiere konnte die Generalprobe bestritten werden. „Bei solchen Textfüllen geht das schon auf’s Mark!“, meint Regisseurin Obhof erschöpft aber sichtlich zufrieden.
Glücklich ist auch Detective Sergeant Trotter alias Martin Waldhauer. Für seine 30-jährige Theaterarbeit wurde ihm vom Amateurtheaterverband Baden-Württemberg die Goldene Ehrennadel verliehen. Alle anderen bekamen bei der anschließenden internen Oskar-Verleihung noch etwas vom Preisregen ab. Mal wieder muss Obhof feststellen: „Das Schönste ist einfach der Gruppenzusammenhalt. Miterleben, wie Darsteller durch ihre Rollen über sich hinauswachsen.“
Philipp Neuweiler

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Rumpelstilzchen 2013

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Bilder von unserer Aufführung "The Point of Death - Die Hölle wartet nicht/Schwelle ins Jenseits" vom Nov. 2012

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